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Lippetal bekommt eine EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlage

Die auf 15.000 EW ausgelegte Kläranlage der Gemeinde Lippetal in Nordrhein-Westfalen betreibt bereits seit 1999 eine Klärschlammvererdungsanlage, die seit 2018 von der PAULY GROUP betreut wird. Diese Anlage ist jedoch nur auf 25 bis 30 Prozent des anfallenden Klärschlamms ausgelegt. Die übrige Menge wird mit mobilen, mechanischen Entwässerungsanlagen entwässert – nicht nur aufgrund der relativ hohen Kosten keine optimale Lösung. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde 2019 deshalb geprüft, ob eine Erweiterung der Vererdungsanlage sinnvoll ist. Das Ergebnis war eindeutig: Eine Vererdung des gesamten anfallenden Klärschlamms hätte gegenüber der bisherigen Lösung entscheidende ökonomische wie ökologische Vorteile.

Zukunftsinvestition
Kernstück der Anlage sind vier Schilfbeete mit einer Gesamtfläche von 20.000 Quadratmetern. Auf sie fließen künftig durch ein System von Rohrleitungen, Pumpen und Schiebern 11.500 Kubikmeter Nassschlamm pro Jahr. In den Beeten entziehen die Schilfpflanzen durch Verdunstung dem Klärschlamm einen Teil des Wassers, der andere Teil sickert durch eine spezielle Substratschicht zur Kläranlage zurück. Die Feststoffe des Klärschlamms verbleiben dagegen im Beet, wo sie von Mikroorganismen und chemisch-biologischen Umbauprozessen mineralisiert werden. Auf diese Weise verringert sich die Schlammmenge um mehr als 90 Prozent. Zusätzliche Energie wird lediglich für die vollautomatische Steuerungselektronik und die Pumpen benötigt. Der geringe Personal- und Energiebedarf senkt die Betriebskosten und führt zu einer erheblichen CO2-Einsparung. Die Gemeinde Lippetal investiert rund 1,65 Millionen Euro (netto) in das Projekt.

Flexible Verwertung
Über einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren werden die Schilfbeete dann kontinuierlich mit Klärschlamm beschickt. Ist ein Beet gefüllt und der Zeitpunkt für die Verwertung der darin entstandenen Klärschlammerde günstig, geht es in eine Ruhephase. Die Massenreduktion durch Entwässerung und Abbau organischer Substanz setzt sich bis zur Räumung besonders in dieser Phase fort. Dann kann das Beet geräumt und die Klärschlammerde verwertet werden. Je nach Rahmenbedingungen ist sowohl die landwirtschaftliche Verwertung als auch die thermische Entsorgung möglich. Nach der Räumung wird das Beet erneut mit Klärschlamm beschickt und der Vererdungszyklus beginnt von vorn.

In Lippetal wird THE PAULY GROUP in den kommenden fünf Jahren den Anlagenbetrieb begleiten und eine ideale Entwässerungs- und Vererdungsleistung garantieren.


Mehr Informationen
Video: „Was ist eigentlich das EKO-PLANT-Prinzip?“
Video: „Räumung und Verwertung von EKO-TERRA“
Video: „Räumung und thermische Verwertung von Klärschlammerde“

 

(Kopie 1)