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NEUIGKEITEN

Verwertung 2024: Flexibel, wirtschaftlich, nachhaltig

Masse ist nicht alles – oder doch? Zum ersten Mal seit Jahren gab es 2024 keine Steigerung der Gesamtmenge an erfolgreich verwerteter Klärschlammerde. Das liegt zum einen an der geringeren Zahl von Beeträumungen und zum anderen an der starken Massenreduktion des Vererdungsprozesses. Für die Betreiber unserer EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlagen sind das gute Nachrichten.

 

Bei 17 Beeträumungen und drei Verwertungsaufträgen von Nachlagerflächen wurden 2024 insgesamt rund 25.888 Tonnen Klärschlammerde verwertet. Davon gingen 17.921 Tonnen als wertvoller Dünger in die Landwirtschaft, 4.881 Tonnen wurden verbrannt und 3.085 Tonnen zwischengelagert. Diese werden im Laufe des Jahres 2025 dann ebenfalls landwirtschaftlich verwertet.

Flexible Klärschlammentsorgung

Acht bis 12 Jahre werden die Schilfbeete einer EKO-PLANT Klärschlammvererdungsanlage kontinuierlich mit dem gesamten anfallenden Nassschlamm einer Kläranlage beschickt und dienen damit gleichzeitig als Lager. Erst wenn ein Beet voll ist, muss die entstandene Klärschlammerde ausgebaggert – geräumt – werden. Der Räumungszeitpunkt kann sehr flexibel festgelegt werden. So lassen sich gezielt günstige Marktbedingungen für die Entsorgung nutzen und die Entsorgungskosten verringern.

Obwohl sich weder die Zahl der betriebenen Klärschlammvererdungsanlagen noch die Menge an angefallenem Klärschlamm verringert hat, wurden im vergangenen Jahr nur 17 Beeträumungen durchgeführt, gegenüber 24 im Jahr 2023. Denn Betreiber einer Klärschlammvererdungsanlage müssen sich nicht permanent um die Entsorgung ihres entwässerten Klärschlamms bemühen. Der Nassschlamm wird einfach in die Schilfbeete geleitet und dort zuverlässig entwässert, „vererdet“ und gelagert.

Weniger ist mehr

Bei jeder Beeträumung wird die Leistungsfähigkeit eines Beets durch das TR-Äquivalent bestimmt. Im Schnitt lag dieser Wert 2024 bei 37 Prozent und es wurde einen Massen­reduktion von 95 Prozent erreicht. Das sind deutlich bessere Werte, als sie eine mechanische Entwässerung liefern könnte. Während der Vererdung laufen in den Schilfbeeten biologische Um- und Abbauprozesse ab, die zu einer zusätzlichen Massenreduktion und damit einer geringeren Restmenge führen. Das spart kräftig Entsorgungskosten.

Phosphorrecycling inklusive

Auch 2024 wurde der größte Teil der geräumten Klärschlammerde unter dem Markennamen EKO-Terra® als wertvoller Dünger in der Landwirtschaft verwertet. EKO-Terra® zeichnet sich durch einen hohen Anteil an pflanzenverfügbarem Phosphat aus, während Stickstoff fest im Humus gebunden ist und nicht ins Grundwasser ausgewaschen wird. EKO-Terra® ist bei Landwirten sehr beliebt und wird zum Humusaufbau und zur nachhaltigen Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit eingesetzt. Da die landwirtschaftliche Verwertung in der Regel regional erfolgt, bleiben die Transportwege kurz und Nährstoffe gelangen wieder dort auf den Acker, wo sie zuvor durch die Ernte entnommen wurden. Des Weiteren erfüllen Betreiber von Klärschlammvererdungsanlagen schon jetzt alle Auflagen der zukünftig gesetzlich vorgeschrieben Phosphor-Rückgewinnung.

Klärschlammerde kann aber auch problemlos verbrannt werden. Damit stehen alle Entsorgungs- und Verwertungswege offen.

Räumung und Verwertung aus einer Hand

Auf Wunsch organisiert die THE PAULY GROUP die Räumung und Verwertung der Klär­schlamm­erde. Die Vorteile liegen auf der Hand: Zuverlässige und flexibel an die Markt­situation angepasste Verwertung über ein starkes Netzwerk von überwiegend regionalen Abnehmern und anschließende Wiederinbetriebnahme der Vererdungsanlage. Immer mehr Betreiber nutzen deshalb den Komplettservice von THE PAULY GROUP für betriebliche Betreuung, Räumung und Verwertung.

Weitere Informationen [Links]:

Gudensberg-Maden: Interview zur Räumung der Klärschlamm­vererdungs­anlage

Blomberg: Die Stadt vertraut auf das „Rundum-Sorglos-Paket“ der PAULY GROUP